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Die Geschichte von den Sorgensteinen von Birgit Groth © 1996 Rüspel
Damals gab es ein Land in Phantasien, in dem
eigentlich alles normal war. Das Wetter war wechselhaft, die Leute
hatten Arbeit, die Kinder tobten, wie alle Kinder - also, ein wirklich
normales Land. Sicher, mal regnete es zur falschen Zeit oder die Fische
bissen nicht richtig oder die Kinder gehorchten nicht. "Erzähl das deinem Sorgenstein" Ja, es waren recht glückliche Menschen - nicht, daß sie
keine Probleme hätten, aber eines unterschied sie von anderen Leuten.
Jeder hatte seinen Sorgenstein ! - Früher
waren auch hier die Menschen voll von Sorgen und Problemen und jeder
erzählte sie jedem, der auch wieder Sorgen hatte und es kam häufiger zu
Widerworten und auch zum Streit. Man fühlte sich überfordert, auch noch
zu seinen eigenen Sorgen die Probleme der anderen anzuhören. Die
Menschen waren oft mißmutig und übel gelaunt. "Halt, so kommst du nicht weiter." Erstaunt nahmder Fischer den Arm herunter und bemerkte, daß der Stein in seiner Hand diese Worte sprach. Mit weit aufgerissenen Augen starrte er den Stein an. "Ihr tut mir leid", sagte der Stein und sah den Mann an, "und deswegen werde ich euch und den Menschen in eurem Lande helfen." Er schmunzelte ein wenig. "Ich bin ein Sorgenstein. Dann rollte der Stein seine kleine Stirn in Falten und flüsterte so leise, daß unser Fischer den Stein an sein Ohr halten mußte, um auch die letzten Worte zu verstehen. "Ich habe dir nun alles gesagt und ich werde auch nie wieder sprechen Glaub mir, deine Sorgen werden durch mich nicht unbedingt weniger, aber du hast jetzt mich, um in aller Ruhe darüber zu sprechen und nachzudenken. Nimm all die Steine um dich herum und gebe sie den Menschen in deinem Land. Es wird euch besser gehen." Gesagt, getan! Und schon nach kurzer Zeit wurden die Menschen glücklicher und fröhlicher und wenn sich dann doch einer mal grämte, dann hieß es: Erzähl das Deinem Sorgenstein ! |
So sehen Sorgensteine aus Sie sind rund und handlich und können auch als:
benutzt werden.
In den Sorgensteinen sind kleine Mahlsteine. Und das hat folgenden Grund: Wenn Du dem Stein all Deine Sorgen erzählt hast, ist er irgendwann voll... Dann schüttelst Du den Stein kräftig und die Sorgen sind wieder ganz klein. Dann passen wieder viele neue Sorgen hinein!
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