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Zur Künstlerin
1994 fuhr ich zur Kur nach Bad Salzufflen. Zwei Jahre zuvor hatten wir
einen alten Resthof in einem winzig kleinen Ort namens Rüspel bezogen.
Unser Dorf liegt genau in der Mitte zwischen Hamburg und Bremen. Als
„schönste Dorf Deutschlands“ wurde es 1998 gekürt. Ich bekam damals
endlich meine langersehnte Werkstatt in dem alten Schweinestall und mein
Mann seine Werkstatt in dem alten Kuhstall. Zu der Zeit stellte ich
Marionetten her, aber am meisten Spaß machte mir dabei das Modellieren
von Köpfen, Händen und Füßen.
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Tja, und dann kam die Kur und ich entdeckte das Modellieren mit
Ton für mich. Es war sofort die große Liebe – und ist es bis heute. Ich
vervollkommente das Modellieren, das ich ja teilweise von meinen
Marionetten her kannte, lernte Drehen auf der Drehscheibe, war einige
Jahre bei einer Bildhauerin in Rotenburg und übte Aktmodellieren und
immer wieder entstanden meine bevorzugten Tiere: Mäuse und Drachen.
Die setzte ich dann auf meine gedrehten Tassen und als mir das zu
eintönig wurde, kamen Elefanten, Frösche, Pinguine, Entchen und
Vögelchen, Leseratten, Bücherwürmer und vieles mehr dazu. Dann folgten
Schalen, Petroleumlampen und Zimmerbrunnen. Es entstanden Drachenspiegel
und Kerzenhalter. Eben alles, was mir so einfiel. |
Die Zeiten um
Weihnachten herum waren hektisch. Neben der Arbeit fuhren wir fast jedes
Wochenende auf diverse Weihnachtsmärkte. Oftmals fuhren mein Mann und
ich getrennt zu den Märkten. Der eine nach Bremen, der andere nach
Walsrode. Es waren stressig, aber auch schöne Zeiten.
2007 zogen
wir dann endlich endlich - lange geplant - in unsere neue Heimat
Lanzarote, wo wir uns im Norden der Insel, in Arrieta, niederließen. Es
war einfach des Wetters wegen, obwohl es auch hier abends recht kühl
werden kann. Nun haben wir eine Bleibe, direkt am Meer und die beiden
vorderen Räume sind als Werkstatt und Ausstellungsraum eingerichtet.
Die Werkstatt ist donnerstags und freitags von 11.00 bis 18.00 h
geöffnet und samstags sind wir auf dem Kunsthandwerkermarkt in Haria,
auch im Norden der Insel gelegen. Laut Reiseführer ist es
das „Tal der tausend Palmen“. In der dortigen Fußgängerzone,
gleich bei der Kirche, findet jeden Samstag von 10.00
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bis 14.oo h ein wunderschöner Markt statt, der auf der ganzen Insel
einmalig ist, da die Händler ihre Waren überwiegend selbst
herstellen.
Sollten Sie Ihren Urlaub hier
verbringen oder planen – besuchen Sie uns doch einfach mal.
Ihre
Birgit Groth
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